Autor: Karin Holzapfel
Verlag: Battenberg
Seiten: 160
ISBN-10: 3955878392
ISBN-13: 9783955878399
Preis: EUR 24.90
Manchmal schreibt das Leben die spannendsten Geschichten. Eine davon erzählt Karin Holzapfel in „Vom Woid in’d Welt“. Im Mittelpunkt steht Josef Holzapfel, der sich 1909 aus dem Bayerischen Wald aufmacht, um die Welt zu Fuß zu erkunden. Was heute schon nach einem außergewöhnlichen Abenteuer klingt, war damals eine echte Herausforderung: ohne moderne Verkehrsmittel, ohne Smartphone und ohne die Sicherheit, am nächsten Tag zu wissen, wo man landen würde.
Seine Reise führt ihn durch fremde Länder und Kulturen, vorbei an beeindruckenden Landschaften und mitten hinein in gefährliche Situationen. Begegnungen, überraschende Wendungen und sogar eine Verhaftung als vermeintlicher Spion machen seine Erlebnisse zu einer faszinierenden Zeitreise.
Besonders reizvoll ist, dass Karin Holzapfel diese außergewöhnliche Geschichte nicht einfach nacherzählt. Als Nachfahrin des Weltenbummlers verbindet sie historische Dokumente, Aufzeichnungen und Familiengeschichte zu einem spannenden Gesamtbild. Dadurch wird aus einer Reise von vor mehr als hundert Jahren eine sehr persönliche Entdeckungsreise.
Mich hat vor allem diese Verbindung begeistert: ein Mann aus dem Bayerischen Wald, der den Mut hat, seine vertraute Heimat hinter sich zu lassen und sich auf eine Welt einzulassen, die damals noch voller unbekannter Geheimnisse steckte. Ein Buch, das Fernweh weckt, zum Staunen bringt und gleichzeitig daran erinnert, wie viel Abenteuerlust und Entdeckergeist in einem Menschen stecken können.
Verlags-Info
Ein junger Kellner aus dem Bayerischen Wald bricht 1909 zu Fuß zu einer Reise um die Welt auf. Mittellos, nur mit einem Fotoapparat und einem Rucksack ausgestattet, folgt er seinem Fernweh und der Aussicht auf ein Preisgeld von 60.000 Mark. Sein Weg führt ihn durch Europa, den Nahen Osten und weite Teile Asiens, bevor er über Amerika in die Heimat zurückkehrt.
Er wird verhaftet, als Spion verdächtigt, begegnet wilden Tieren, taucht in unbekannte Kulturen ein, durchquert entlegene Regionen und gerät mitten in die politischen Umbrüche seiner Zeit. Seine Route ist außergewöhnlich gut dokumentiert, da er sie lückenlos belegen musste, um den Gewinn zu erhalten. Dieses Buch rekonstruiert erstmals seinen Weg und verbindet Tagebuch, Archivquellen und neue Recherchen zu einem eindrucksvollen Zeitdokument.
Karin Holzapfel wuchs im Bayerischen Wald auf. Sie studierte englische und deutsche Literaturwissenschaft an der LMU München und lebte mehrere Jahre in Schottland sowie eine Zeit lang in den USA. Seit über zehn Jahren betreibt sie ihr “Sprachinstitut Regensburger Land”. Mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Sinzing.