Ob frische Pfefferminze im Frühlingssalat, Salbei für die Pasta oder Kamille bei Bauchschmerzen. Wir haben hier die Grundregeln zum Pflücken und Sammeln von Wild- und Heilkräutern für Sie zusammengefasst.
Grundsätzlich unterscheidet man zwischen fünf verschiedenen Aufbereitungsarten:
Tee - Abkochung, Aufguß (Abkochung: Ansatz der Pflanze in kaltem Wasser, zugedeckt zum Kochen bringen und bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten ziehen lassen; Aufguß: Pflanze mit kochendem Wasser überbrühen und zugedeckt ca. 15 Minuten ziehen lassen)
Saft - wird aus frischen Pflanzen ausgepreßt, zum Einnehmen, Einreiben
Pulver - u. a. zermahlene Wurzeln, Rinden
Absud - für Bäder, Klistiere und zur äußerlichen Behandlung
Wer sich mit Hilfe von Heilpflanzen selbst behandeln will, sollte folgendes beachten:
niemals mehrere Arzneimittel gleichzeitig einnehmen;
nicht die höchste Dosierung, sondern die niedrigste Dosierung hilft in der Regel bei Beschwerden;
sich für die zu behandelnde Krankheit ein gezieltes Medikament aussuchen und nicht zum nächstbesten greifen;
tritt nach einigen Tagen keine Besserung auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden, da bei langfristiger Eigentherapie möglicherweise weitere Krankheiten unerkannt bleiben;
bei unklaren Symptomen ist unbedingt der Rat eines erfahrenen Arztes einzuholen.