Irland hat weitaus mehr zu offerieren als eine idyllische Kulisse aus grünen Hügeln, rauen Küsten und alten Burgen. Wenn du die Insel neu kennenlernen willst, kannst du auf das Wasser gehen, in den Boden gehen, den Sternenhimmel anschauen oder auf einer Farm sein. Diese sieben außergewöhnlichen Aktivitäten zeigen Irland von einer ganz anderen Seite.
Zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Irlands zählen die Cliffs of Moher. Die steil, wild und ursprünglich wirkenden Felsen sind vom Atlantik aus beeindruckender als von der Landseite. Wellen schlagen gegen die dunklen Klippen, Seevögel ziehen durch salzige Gischt.
Als spannender Kontrast dazu bietet sich ein Besuch der nahe gelegenen Doolin Cave. Hier erwartet die Besucher, tief unter der Erde eine eindrucksvolle Tropfsteinformationen, darunter ein 7,3 Meter langer, frei hängender Stalaktit. Austern direkt aus dem Meer
Die Lebensgrundlage für viele Küstenbewohner bietet in Connemara und am Killary Harbour die Austernzucht. Anhand spezieller Erlebnistouren lässt sich die Arbeit der Austernbauern kennenlernen und wer will, darf selbst mit anpacken.
Frischer lässt sich das raue Irland kaum erleben. Der Geschmack des Meeres, der Blick auf die Küste und ein irisches Stout machen den Besuch auf der Insel zu einem besonderen Genussmoment.
Abseits der Städte zeigt Irland vor allem nachts eine seiner eindrucksvollsten Seiten. Hier, in den dünn besiedelten Regionen des Nordens und Westens ist künstliches Licht nämlich eher selten anzutreffen. So öffnet sich der Blick auf die Milchstraße – ein unvergesslicher Anblick, der in Europa vielerorts selten geworden ist.
Besonders gute Bedingungen bieten in wohltuender Stille der Mayo Dark Sky Park, das Kerry International Dark Sky Reserve sowie der OM Dark Sky Park and Observatory. Bei geführten Sternenwanderungen erfahren Teilnehmer mehr über Planeten, Sternbilder und die Besonderheiten des irischen Nachthimmels.
Wer Natur pur erleben möchte, findet im Wild Nephin National Park Campingplätze und einfache Unterkünfte mitten in der Natur.
Irland kann man aber auch hautnah mit allen Sinnen erleben. Auf Farmen in Connemara, im Burren oder in den Wicklow Mountains laden Bauernfamilien Gäste auf ihre Höfe zum Aufenthalt und zur Mitarbeit ein. Arbeit gibt es genug: Lämmer füttern, beim Scheren der Schafe helfen oder den Hütehund bei seinen Aufgaben im Auge behaltlen. Ein besonders berührendes Erlebnis zu den Tieren und zur bäuerlichen Tradition der Insel ist das Angebot „Hold a Baby Lamb“ entlang des Wild Atlantic Way.
Nicht nur an Land, sondern auch unterhalb des Meeresspiegels hält Irland beeindruckende Landschaften bereit. Vor der Küste erstrecken sich lange Wälder aus Seetang, die sich mit den Strömungen bewegen. Dazwischen öffnen sich atemberaubende Blicke auf zerklüftete Felsen, Höhlen und historische Schiffswracks.
Das klare Wasser und die gedämpften Lichtverhältnisse verleihen den Tauchgängen eine fast meditative Atmosphäre. Besonders interessante Tauchgebiete befinden sich an der Westküste, unter anderem im County Galway und im County Donegal. Geführte Touren ermöglichen es auch Anfängern, die Unterwasserwelt sicher zu erkunden.
Besonders stimmungsvoll präsentiert sich Dublin immer dann, wenn die Dämmerung einsetzt und Kajaks auf der Liffey unterwegs sind. Beim Erlebnis „Music Under The Bridges“ paddeln die Teilnehmer unter den historischen Brücken der Stadt hindurch. Ein Begleitboot mit Musikern sorgt dabei für die passende Atmosphäre. Und für kurze Zeit scheint die hektische Hauptstadt tatsächlich stillzustehen. Besonders eindrucksvoll ist die Tour am Abend, wenn das letzte Tageslicht auf die Flusslandschaft trifft und die Musik ihre Wirkung voll entfalten kann.
Rund um Dublin, aber auch in Nordirland können Besucher beim „Catch & Cook“-Erlebnis selbst zum Angler werden. Unter fachkundiger Anleitung geht es hinaus aufs Wasser, zum hoffentlich erfolgreichen Angeln des eigenen Fisches. Anschließend wird der Fang direkt zubereitet und gemeinsam verspeist.
Dank dieser Erfahrung kann man nachvollziehen, wie eng Nahrung, Natur und handwerkliches Können miteinander verbunden sind. Denn der Weg von der Angeln über das Ausnehmen bis zum fertigen Gericht wird zu einem besonderen Teil des kulinarischen Erlebnisses. Noch intensiver wird der Ausflug durch eine Foraging-Tour an der Küste, wo man gelehrt bekommt, essbare Pflanzen und Algen zu erkennen und sinnvoll zu verwenden.
Fazit: Irland eröffnet Reisenden zahlreiche Möglichkeiten, die Insel jenseits klassischer Sehenswürdigkeiten zu entdecken.
Alle Infos plus weiterer hilfreicher Informationen findet man hier