Winteraktivität Eislaufen: Winterfreude ohne Risiko, wenn man die Gefahren minimiert
Autor:in: SvL • Datum: 12.02.2026
Eislaufen macht Spaß, stärkt Fitness und Wohlbefinden, birgt aber auch Risiken. Nicht nur Eisqualität und Ausrüstung, sondern auch die richtige Vorbereitung sind wichtig, damit man auf Kufen sicher durch den Winter zu kommt
Sicheres Eislaufen – Gesunde Winteraktivität mit Verantwortung
Eislaufen zählt zu den beliebtesten Winteraktivitäten: Es stärkt Herz-Kreislauf-System, Muskulatur, Gleichgewicht und Koordination. Gleichzeitig birgt es – vor allem auf natürlichen Gewässern – nicht zu unterschätzende Risiken. Mit der richtigen Vorbereitung, Ausrüstung und Umsicht lässt sich das Verletzungsrisiko deutlich reduzieren.
Warum Eislaufen gesund ist
- Ganzkörpertraining: Beine, Rumpf und Tiefenmuskulatur arbeiten gleichzeitig
- Förderung des Gleichgewichts: wichtig für Sturzprävention, besonders im höheren Alter
- Herz-Kreislauf-Effekt: moderates Ausdauertraining an der frischen Luft
- Psychisches Wohlbefinden: Bewegung im Winter wirkt stimmungsaufhellend
Typische Gefahren beim Eislaufen
Unebenheiten und Eisqualität
- Risse, Hubbel oder raue Stellen erhöhen die Sturzgefahr
- Aufgetautes und wieder gefrorenes Eis ist besonders tückisch
- Schneebedecktes Eis kann Löcher und Schwachstellen verdecken
Unfälle und Verletzungen
Häufige Verletzungen:
- Prellungen und Verstauchungen
- Handgelenks- und Armbrüche
- Knie- und Hüftverletzungen
Kopfverletzungen sind möglich, besonders bei Stürzen nach hinten
Besonderes Risiko: Natürliche Gewässer
Eislaufen auf Seen, Teichen oder Flüssen erfordert höchste Vorsicht.
Wichtige Sicherheitsregeln:
- Eisfläche erst ab mindestens 10–15 cm tragfähiger Eisdicke betreten
- Niemals alleine aufs Eis gehen
- Strömungsbereiche, Zuflüsse und Uferzonen meiden
- Warnschilder und lokale Hinweise unbedingt beachten
- Bei knackenden Geräuschen sofort zurückziehen
Faustregel: Dunkles, klares Eis ist tragfähiger als milchiges oder schneebedecktes Eis.
Die richtige Ausrüstung
Schlittschuhe
- Gute Passform, fester Halt im Knöchelbereich
- Geschliffene Kufen für besseren Grip und Kontrolle
Schutz & Kleidung
- Helm (besonders für Kinder, Anfänger und ältere Menschen empfohlen)
- Handschuhe zum Schutz vor Kälte und Stürzen
- Wasserabweisende Kleidung, idealerweise mehrlagig
- Wechselkleidung griffbereit bei Eislaufen auf Naturgewässern
Zusätzliche Sicherheit auf Seen
- Eispickel oder Spikes um den Hals
- Wurfsack oder Seil in der Nähe
- Mobiltelefon wasserdicht verstaut
Körper richtig vorbereiten
Aufwärmen nicht vergessen
Kaltes Wetter erhöht die Verletzungsgefahr.
Empfohlen:
- 5–10 Minuten lockeres Gehen oder Mobilisieren
- Kreisende Bewegungen für Knie, Hüfte, Schultern und Sprunggelenke
- Leichte Dehnübungen für Oberschenkel und Waden
Eigene Grenzen respektieren
- Pausen einlegen
- Bei Müdigkeit oder Kälte abbrechen
- Bei Vorerkrankungen (z. B. Gleichgewichtsstörungen, Osteoporose) vorher ärztlich abklären
Fazit
Eislaufen ist eine wertvolle Winteraktivität für Körper und Geist – vorausgesetzt, Sicherheit steht an erster Stelle. Wer sich gut vorbereitet, auf die Eisbedingungen achtet, geeignete Ausrüstung trägt und natürliche Gewässer mit Respekt behandelt, kann den Winter sportlich und gesund genießen.
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