Veganuary ist eine internationale Mitmach-Initiative, die Menschen dazu motivieren soll, sich im gesamten Monat Januar vegan zu ernähren. Das bedeutet vollständig auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Eier und andere tierische Produkte zu verzichten. Ziel ist es, den Einstieg in eine pflanzenbasierte Ernährung niedrigschwellig zu ermöglichen und Bewusstsein für Ernährung, Gesundheit, Umwelt und Tierwohl zu schaffen.
Die Teilnahme ist natürlich freiwillig, unverbindlich und auch nicht dogmatisch: Viele Menschen nutzen zwischenzeitlich den Veganuary als Ernährungsexperiment, andere hingegen auch als Startpunkt für eine dauerhafte Umstellung.
Gegründet wurde er 2014 in Großbritannien von der gemeinnützigen Organisation Veganuary Charity durch die Initiator:innen Matthew Glover und Jane Land, die eine zeitlich begrenzte, leicht verständliche Alternative zu langfristigen veganen Vorsätzen schaffen wollten.
Was vor über zehn Jahren als kleine Kampagne begann, entwickelte sich rasch zu einer globalen Bewegung mit Millionen Teilnehmenden in Europa, Nordamerika, Asien und Australien. Inzwischen beteiligen sich auch große Lebensmittelketten, Restaurants und Hersteller mit speziellen Veganuary-Produkten.
Die Beweggründe für die Teilnahme sind vielfältig:
Viele Menschen verbinden den Veganuary mit dem Wunsch nach:
Die pflanzliche Ernährung gilt als ressourcenschonender, da sie:
Tierwohl, Massentierhaltung und industrielle Lebensmittelproduktion spielen für viele Teilnehmende eine zentrale Rolle.
Der begrenzte Zeitraum senkt die Hemmschwelle: „Ich probiere es einfach mal aus.“
Der Veganuary basiert nicht auf einem festen Ernährungsplan, sondern auf freiwilliger Selbstgestaltung:
Viele Teilnehmende erhalten:
Zahlreiche Studien zeigen, dass eine vollwertige vegane Ernährung positive Effekte haben kann:
Pflanzenbasierte Ernährung liefert:
Diese können entzündungsfördernde Prozesse im Körper reduzieren.
Der gesundheitliche Nutzen ist keine Selbstverständlichkeit. Kritisch wird es, wenn der Veganuary falsch umgesetzt wird.
Besonders relevant sind:
Ein häufiger Fehler:
➡ Vegan bedeutet nicht automatisch gesund.
Hier sollte der Veganuary nur begleitet oder angepasst durchgeführt werden.
Aus ernährungsmedizinischer Perspektive gilt:
✔ Ja, wenn:
✖ Nein, wenn:
Der Veganuary kann ein sinnvoller Einstieg in eine bewusstere Ernährung sein – unabhängig davon, ob danach vegan, vegetarisch oder flexitarisch weitergegessen wird.
Der Veganuary ist weniger eine Diät als vielmehr ein Ernährungs- und Bewusstseinsprojekt. Richtig umgesetzt, kann ein veganer Monat gesundheitliche Vorteile bringen, neue Essgewohnheiten etablieren und den Blick für nachhaltige Ernährung schärfen. Entscheidend ist jedoch Wissen, Planung und Qualität – nicht der bloße Verzicht auf tierische Produkte.