Eigentlich sollte es ein schöner Jahreswechsel werden, doch dann explodiert ein Böller viel zu nah oder jemand wirft einen Kracher unvorsichtig in die Menge. Die Folge: Ein stechender Schmerz, gefolgt von einem dumpfen Gefühl oder einem fiesen Piepen, das einfach nicht verschwinden will. Ein Knalltrauma ist kein „kleines Wehwehchen“, sondern eine ernsthafte Verletzung des Innenohrs.
Was jetzt wichtig ist, wie der HNO-Arzt hilft und warum Abwarten die schlechteste Strategie ist, haben wir hier für Sie zusammengefasst.
Stellen Sie sich Ihr Innenohr wie einen hochsensiblen Sensor vor. Wenn ein Böller explodiert, jagt das eine Druckwelle los, die binnen Millisekunden auf Ihr Gehör trifft. Wir reden hier von Pegeln über 140 oder sogar 160 Dezibel – das ist lauter als ein startender Düsenjet.
Dieser massive Luftdruck knallt regelrecht auf die winzigen Haarzellen in der Hörschnecke. Diese Zellen wandeln Schall in Signale für das Gehirn um. Bei einem Knalltrauma werden sie sprichwörtlich „umgeknickt“. Im Gegensatz zum Explosionstrauma bleibt das Trommelfell beim Knalltrauma meistens heil, aber der unsichtbare Schaden im Inneren ist tückisch.
Die Symptome treten meist unmittelbar nach der Explosion auf. Achten Sie auf diese Anzeichen:
Ein weit verbreiteter Irrtum: „Das geht nach dem Schlafen schon wieder weg.“
Haben sich die Beschwerden nach der Silvesternacht nicht bis zum nächsten Morgen gebessert, ist der Gang zum HNO-Arzt (oder zum HNO-Notdienst) Pflicht.
Die gute Nachricht zuerst: Unser Gehör hat eine gewisse Regenerationsfähigkeit. Aber diese Heilungschancen hängen massiv davon ab, wie schnell Sie handeln. Idealerweise beginnt die Behandlung innerhalb der ersten 24 bis 48 Stunden.
Vorsorge klingt langweilig, rettet Ihnen aber vielleicht das Gehör. Neben den Klassikern wie Ohrstöpseln helfen zwei oft unterschätzte Tricks:
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Warum ist es wichtig, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt bei Problemen mit den Ohren aufzusuchen?