Früherkennung entscheidet bei Brustkrebs über Prognosen. „Die Bildgebung ist heute ein zentraler Bestandteil der Brustkrebsdiagnostik“, sagt Thuy Vi Reimann, Managing Director und Operations Director bei Beyond Imaging, und beschreibt damit, wie eng technologische Entwicklung und medizinische Genauigkeit heute miteinander verknüpft sind.
Die Bildgebung ist heute ein zentraler Bestandteil der Brustkrebsdiagnostik. Sie hilft dabei, Veränderungen im Brustgewebe frühzeitig sichtbar zu machen und genauer zu beurteilen.
In der Praxis kommen dafür verschiedene Verfahren zum Einsatz – vor allem die Mammographie, Ultraschall und in bestimmten Situationen auch die MRT. Diese Methoden ergänzen sich gegenseitig. Wenn beispielsweise eine Auffälligkeit entdeckt wird, können weitere bildgebende Untersuchungen helfen, mehr über Lage, Größe und Beschaffenheit der Veränderung herauszufinden.
Damit liefert die Bildgebung eine wichtige Grundlage für die weitere medizinische Einschätzung und mögliche Behandlungsschritte.
Die Mammographie ist die wichtigste Untersuchung in der Früherkennung. Es gibt aber Situationen, in denen eine MRT zusätzliche Informationen liefern kann.
Die MRT arbeitet mit einem sehr detaillierten Bildgebungsverfahren und kann das Brustgewebe besonders genau darstellen. Dadurch lassen sich auch kleine Veränderungen erkennen oder Befunde besser einordnen, wenn andere Untersuchungen noch keine eindeutige Aussage zulassen.
Gerade wenn es darum geht, die genaue Ausdehnung eines Tumors zu beurteilen oder weitere mögliche Veränderungen im Gewebe zu erkennen, kann die MRT eine wichtige ergänzende Rolle spielen.
©Thuy Vi Reimann, Beyond Imaging
Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt immer von der individuellen Situation der Patientin ab. Ärztinnen und Ärzte berücksichtigen dabei zum Beispiel Symptome, Tastbefunde oder Ergebnisse aus vorherigen Untersuchungen.
Häufig beginnt die Diagnostik mit einer Mammographie oder einem Ultraschall. Wenn danach noch Fragen offen bleiben oder eine genauere Abklärung notwendig ist, kann eine MRT der Brust hinzugezogen werden.
Das Ziel ist immer, möglichst präzise Informationen zu erhalten, damit Auffälligkeiten sicher eingeordnet werden können.
Bei einer MRT der Brust liegt die Patientin während der Untersuchung auf dem Bauch im MRT-Gerät. Wichtig ist dabei, möglichst ruhig zu liegen, damit die Aufnahmen klar und gut beurteilbar sind.
Die eigentliche Bildaufnahme dauert in der Regel etwa eine halbe Stunde. Dabei wird ein Kontrastmittel eingesetzt, um bestimmte Gewebestrukturen noch besser sichtbar zu machen.
Für viele Patientinnen ist es hilfreich zu wissen, dass die Untersuchung zwar etwas Zeit in Anspruch nimmt, aber schmerzfrei ist.
Die Bildgebung entwickelt sich derzeit sehr dynamisch weiter. Moderne MRT-Systeme ermöglichen immer detailliertere Aufnahmen und liefern Radiologinnen und Radiologen wichtige Informationen über Veränderungen im Gewebe.
Ein weiterer wichtiger Faktor ist die zunehmende Unterstützung durch Künstliche Intelligenz. KI kann dabei helfen, große Mengen an Bilddaten zu analysieren und Auffälligkeiten schneller zu erkennen oder hervorzuheben.
Auch neue Versorgungsmodelle spielen eine Rolle. Bei Beyond Imaging arbeiten zum Beispiel radiologische Technologen standortübergreifend zusammen. Untersuchungen können digital übermittelt und gemeinsam beurteilt werden. Dadurch lässt sich radiologische Expertise unabhängig vom Standort verfügbar machen – ein Ansatz, der gerade in spezialisierten Bereichen wie der Brustbildgebung immer wichtiger wird.
Viele Frauen sind vor Untersuchungen zunächst unsicher – das ist völlig verständlich. Gleichzeitig ist Vorsorge ein sehr wichtiger Schritt, weil Veränderungen an der Brust so möglichst früh erkannt werden können.
Mein Rat wäre daher: Nehmen Sie Auffälligkeiten ernst und sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt darüber. Die modernen bildgebenden Verfahren helfen uns heute sehr dabei, Veränderungen genauer zu beurteilen und Klarheit zu schaffen. Und oft hilft schon ein Gespräch im Vorfeld, um mögliche Sorgen oder Fragen zu klären.
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