Humane Papillomaviren (HPV) sind weit verbreitet und werden häufig beim Geschlechtsverkehr übertragen. Zwar sind nicht alle HPV-Typen gefährlich, doch einige können das Risiko für verschiedene Krebsarten drastisch erhöhen. Ist der Krebs erst fortgeschritten, gestaltet sich die Behandlung oft schwierig, da herkömmliche Therapien den gesamten Körper belasten können.
Neben den Standardverfahren bietet die Regionale Chemotherapie (RCT) einen innovativen Ansatz. Dieser ermöglicht es, HPV-induzierte Tumoren gezielter zu behandeln und neue Perspektiven in der onkologischen Versorgung zu eröffnen.
HPV-Tumoren entstehen durch Infektionen mit Humanen Papillomaviren. Diese werden über Haut- und Schleimhautkontakt übertragen und können Zellveränderungen hervorrufen, die im Verlauf von Jahren zu bösartigen Tumoren führen. Besonders kritisch ist dies beim Zervixkarzinom (Gebärmutterhalskrebs), da die Erkrankung im Frühstadium oft symptomlos verläuft. Wenn erste Beschwerden auftreten, ist der Tumor häufig bereits fortgeschritten, was die Heilungschancen beeinflussen und die Auswahl der Therapiemethoden einschränken kann.
Die Standardbehandlung bei fortgeschrittenem Gebärmutterhalskrebs besteht in der Regel aus einer Kombination von äußerer Bestrahlung, systemischer Chemotherapie und einer abschließenden inneren Bestrahlung, der sogenannten Brachytherapie.
Diese klassischen Verfahren haben jedoch eine Gemeinsamkeit: Sie wirken systemisch oder wirken auf das umliegende gesunde Gewebe ein. Dies führt oft zu erheblichen Nebenwirkungen, die den Organismus belasten. Zudem können fortgeschrittene Tumoren Resistenzen gegen gängige Medikamente entwickeln. In solchen Fällen kann die Regionale Chemotherapie (RCT) eine wirksame und zugleich schonendere Ergänzung oder Alternative darstellen.
Im Gegensatz zur klassischen, systemischen Chemotherapie, bei der die Medikamente über den venösen Blutkreislauf im gesamten Körper verteilt werden, setzt die RCT auf ein lokales Prinzip.
Das Verfahren konzentriert die chemotherapeutischen Wirkstoffe ausschließlich auf die Tumorregion über deren eigene Blutversorgung. Ein wesentlicher Vorteil: Die Medikamente können nach der Passage durch den Tumor mit speziellen Verfahren weitgehend herausgefiltert werden, bevor sie in den allgemeinen Kreislauf gelangen. Dadurch können deutlich höhere Wirkstoffkonzentrationen direkt am Tumor erreicht werden – oft genug, um selbst Tumorresistenzen zu durchbrechen –, während die systemischen Nebenwirkungen für den restlichen Körper minimiert werden.
Die RCT eignet sich besonders für die Behandlung solider Tumoren. Ziel ist es primär, die Tumormasse so weit zu reduzieren, dass eine operative Entfernung möglich wird oder der Eingriff kleiner ausfallen kann. In einigen Fällen kann durch die hohe Wirkstoffkonzentration sogar eine komplette Rückbildung des Tumors ohne Operation erreicht werden.
Gute Ansprechraten zeigen sich unter anderem bei:
In der medizinischen Praxis wird zwischen vier primären Techniken unterschieden:
Trotz moderner Therapiemöglichkeiten bleibt die Prävention der wichtigste Schutz.
Durch die Kombination aus moderner Prävention und zielgerichteten Therapiemethoden wie der RCT lassen sich die Heilungschancen und die Lebensqualität bei HPV-bedingten Krebserkrankungen heute deutlich verbessern.
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