Auf der SLEEP 2026, der Jahrestagung der Associated Professional Sleep Societies (APSS) in Baltimore, Maryland (14. bis 17. Juni 2026), wird das Pharmaunternehmen Bayer umfassende neue Analysen zu Schlafstörungen im Zusammenhang mit den Wechseljahren vorstellen. Im Zentrum der Präsentationen stehen gepoolte Daten und Post-hoc-Analysen aus den klinischen Studien zu Elinzanetant sowie wichtige Erkenntnisse aus der klinischen Praxis.
Elinzanetant ist der erste duale auf Neurokinin-Rezeptoren ausgerichtete Behandlungsansatz (NK-1- und NK-3-Rezeptorantagonist). Er wird als hormonfreie Therapie zur Linderung von vasomotorischen Symptomen (VMS), umgangssprachlich als Hitzewallungen bekannt, entwickelt. Die auf dem Kongress präsentierten Daten charakterisieren die weitreichenden Auswirkungen von Schlafstörungen bei menopausalen Frauen und untersuchen die beobachteten Effekte dieses neuen Therapieansatzes im Detail.
Gemeinsam mit Hitzewallungen und Schweißausbrüchen gehören Schlafstörungen zu den am häufigsten auftretenden und am meisten beeinträchtigenden Symptomen der Menopause. Bis zu 60 % der Frauen in dieser Lebensphase sind davon betroffen. Zu den typischen Beschwerden zählen:
Die Konsequenzen für die Betroffenen sind gravierend. Chronischer Schlafmangel in den Wechseljahren führt oft zu einer stark verringerten Tagesfunktionalität, einem erhöhten Risiko für Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen sowie zu spürbaren Einbußen bei der Arbeitsproduktivität. Diese Faktoren unterstreichen den dringenden Bedarf an einer erhöhten klinischen Sensibilisierung und verbesserten, maßgeschneiderten Managementansätzen.
Die aktuellen Auswertungen der Phase-III-Daten (OASIS 1-3) sowie der Phase-II-Daten (NIRVANA) liefern einen wegweisenden Ansatz: Die Daten deuten darauf hin, dass Elinzanetant die Schlafqualität möglicherweise durch eigenständige Mechanismen verbessert, die teilweise unabhängig von der reinen Reduktion nächtlicher Hitzewallungen (VMS) wirken.
In mehreren Posterpräsentationen wird die spezifische Wirkung von Elinzanetant auf essenzielle Parameter evaluiert, darunter:
Diese Ergebnisse tragen maßgeblich dazu bei, die Komplexität von wechseljahresbedingten Schlafstörungen über die bekannten vasomotorischen Symptome hinaus besser zu verstehen.
Ein weiterer Fokus der Präsentationen liegt auf der Nutzung moderner, digitaler Gesundheitstechnologien. Die Auswertungen der NIRVANA-Studie bewerten die Konsistenz der Wirkung von Elinzanetant sowohl über subjektive Patientenberichte als auch über objektive Messmethoden wie die Polysomnographie im Schlaflabor.
Zusätzlich liefern Daten aus der globalen, Smartwatch-basierten SONAR-Studie, die in fünf Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, USA und Südkorea) durchgeführt wurde, wertvolle Einblicke in den Alltag der Patientinnen. Die Untersuchung zeigt, dass tragbare (Wearables) und kontaktlose Technologien zur Schlafüberwachung zu Hause präzise Schlafmuster bei menopausalen Frauen identifizieren können. Diese digitalen Tools bieten eine wertvolle Ergänzung für die zukünftige klinische Forschung und die tägliche Praxis der Patientenversorgung.
Mit diesen umfassenden Analysen unterstreicht Bayer sein fortwährendes strategisches Engagement, die Forschung im Bereich der Frauengesundheit aktiv voranzutreiben und innovative Lösungen für weit verbreitete, belastende Wechseljahresbeschwerden zu entwickeln.