Schon seit langem weiß man, dass Patienten mit einem vorangegangenem Koronarsyndrom (kurz ACS, eine anhaltende und vor allem lebensbedrohliche Durchblutungsstörungen des Herzens) sehr gefährdet sind, von einer erneuten KHK-Erkrankung (z.B. Herzinfarkt) betroffen zu werden. Schon aus diesem Grund ist es außerordentlich wichtig, aber auch schwierig, dass LDL-Cholesterin auf den für Risikopatienten empfohlenen Zielwert von < 70 mg/dl (< 1,8 mmo/l) zu senken. Die Gabe von nur Statinen bei diesen Patienten ist, wie auch auf dem diesjährigen ESC in München diskutiert wurde, nicht ausreichend.
PCSK91-Hemmer (wie z.B. Praluent®, Sanofi) sind Antikörper mit lipidsenkenden Wirkstoffen, die in Spritzenform zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen eingesetzt werden und zur gewünschten Abnahme von LDL-Cholesterin im Blut führen. Nebenwirkungen sind, von lokalen Stichreaktionen abgesehen, nicht zu befürchten.
Wie auf dem ESC in München berichtet werden konnte, bewährte sich dabei der Wirkstoff Alirocumab (Praluent®), wie die vorliegenden langjährigen Real-Word-Daten der PEARL- und EUROASPIKE V-Studien zeigen, erfolgreich in der Praxis. In der Studie wurde vor allem Wirksamkeit und Verträglichkeit von Alirocumab im Behandlungsalltag untersucht. Dank der nachhaltigen Senkung des LDL-Cholesterins (LDL-C) mit Alirocumab kann man die große Versorgungslücke bei kardiovaskulären Hochrisikopatienten verringern.
Proproteinkonvertase Subtilisin Kexin Typ 9 ↩
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