Abends noch die große Deckenlampe an, nebenbei aufs Handy schauen und kurz darauf ins Bett. Für viele gehört das einfach zum Alltag. Ganz egal ist diese Lichtmenge allerdings nicht.
Denn Licht sorgt nicht nur dafür, dass wir etwas sehen. Es gibt unserem Körper auch Hinweise darauf, ob gerade Tag oder Nacht ist. Und genau das kann beeinflussen, wann wir müde werden.
Ob im Wohnzimmer eine warme Leseleuchte brennt oder ein heller, kaltweißer Spot den Raum ausleuchtet, macht deshalb durchaus einen Unterschied. Wer sich über passende Leuchtmittel informieren möchte, findet eine breite Übersicht mit Kundenbewertungen für Haushaltslampen unter www.gluehbirne.de.
Unser Körper arbeitet nach einem Rhythmus von ungefähr 24 Stunden. Dieser sogenannte circadiane Rhythmus beeinflusst unter anderem unsere Wachheit, die Körpertemperatur und die Ausschüttung verschiedener Hormone.
Licht ist dabei einer der wichtigsten Taktgeber.
Spezielle Sinneszellen in der Netzhaut registrieren, wie hell es ist und welche Lichtanteile auf das Auge treffen. Morgens und tagsüber unterstützt helles Licht den Körper dabei, wach und aktiv zu sein. Wird es am Abend dunkler, beginnt langsam die Umstellung auf die Nacht.
Problematisch wird es, wenn dieser natürliche Verlauf kaum noch stattfindet. Draußen ist es längst dunkel, drinnen bleibt es dagegen bis spät am Abend hell wie am Tag.
Elektrisches Licht hat unseren Tagesablauf grundlegend verändert. Früher gab die Dämmerung ziemlich klar vor, wann der Tag zu Ende ging. Heute können wir Wohnzimmer, Küche und Bad bis tief in die Nacht hell ausleuchten.
Für die innere Uhr kann das ein widersprüchliches Signal sein.
Der Körper soll sich eigentlich auf Schlaf einstellen, bekommt über die Augen aber weiterhin die Botschaft: Es ist hell, also noch Tag.
Das heißt nicht, dass man abends nur noch bei Kerzenschein sitzen sollte. Es geht vielmehr darum, das Licht im Laufe des Abends etwas zurückzunehmen. Welche weiteren Faktoren guten Schlaf fördern oder behindern können, erklären auch neurologische Einschätzungen rund um erholsamen Schlaf.
Melatonin wird oft als Schlafhormon bezeichnet. Seine Ausschüttung steigt normalerweise am Abend an und hilft dem Körper dabei, sich auf die Nacht einzustellen.
Licht kann diesen Prozess beeinflussen. Besonders empfindlich reagiert unser System auf kurzwelliges, bläuliches Licht. Das findet sich unter anderem in kaltweißen Lampen und in Displays.
Deshalb kann es einen Unterschied machen, ob man den Abend bei einer stark leuchtenden Deckenlampe verbringt oder bei einer kleinen, warmen Lichtquelle.
Dabei spielen mehrere Dinge zusammen: Wie hell ist das Licht? Welche Farbtemperatur hat es? Wie lange wirkt es auf die Augen ein? Und vor allem: Zu welcher Tageszeit?
Je später der Abend, desto weniger sollte die Wohnung wie ein heller Arbeitsplatz aussehen.
Natürlich bekommt niemand automatisch Schlafstörungen, nur weil abends einmal eine helle Lampe brennt.
Wer jedoch ohnehin schlecht einschläft, kann davon profitieren, auch die Beleuchtung genauer anzuschauen. Vielleicht läuft bis kurz vor dem Zubettgehen die helle Küchenbeleuchtung. Vielleicht ist das Schlafzimmer kaltweiß ausgeleuchtet. Oder Smartphone, Tablet und Fernseher kommen gleichzeitig dazu.
Solche Gewohnheiten sind leicht zu übersehen.
Bei länger anhaltenden Schlafproblemen spielen meist mehrere Faktoren eine Rolle. Unser Ratgeber über einen Ausweg aus anhaltender Schlaflosigkeit zeigt, welche Möglichkeiten es darüber hinaus gibt.
Für besseres Licht muss niemand die Wohnung neu planen. Oft reichen kleine Veränderungen.
Es muss nicht alles auf einmal passieren. Schon eine andere Beleuchtung im Wohnzimmer kann den Abend spürbar ruhiger wirken lassen.
Auf Verpackungen von Leuchtmitteln findet sich die Farbtemperatur in Kelvin. Sie verrät, ob Licht eher warm oder kühl wirkt.
Etwa 2200 bis 2700 Kelvin entsprechen einem warmen, leicht gelblichen bis rötlichen Licht. Viele empfinden das abends als angenehm. Es erinnert eher an Kerzenlicht oder die tief stehende Sonne als an Bürobeleuchtung.
Bei 5000 Kelvin und mehr wirkt Licht deutlich kühler und tageslichtähnlicher. Das kann tagsüber durchaus sinnvoll sein. Spät am Abend braucht man es meist nicht.
Praktisch sind dimmbare LEDs oder Lampen, deren Farbtemperatur sich verändern lässt. Tagsüber heller und etwas kühler, abends wärmer und gedämpfter – so lässt sich dieselbe Leuchte unterschiedlich nutzen.
Nicht nur die Lichtfarbe entscheidet.
Eine helle Lampe direkt über dem Kopf wirkt völlig anders als eine kleine Leuchte neben dem Sofa. Lampenschirme, indirektes Licht und tiefer platzierte Lichtquellen sorgen meist für eine ruhigere Atmosphäre.
Auch hier gilt: Es muss nicht der ganze Raum gleichmäßig hell sein.
Wer liest, braucht Licht am Sessel. Wer fernsieht, braucht keine voll aufgedrehte Deckenbeleuchtung. Und im Schlafzimmer reicht häufig eine kleine Lampe neben dem Bett.
Wie deutlich selbst gewöhnliches Raumlicht wirken kann, zeigte eine Untersuchung von Forschern der Harvard Medical School und des Brigham and Women’s Hospital. Bei 116 gesunden Erwachsenen verzögerte abendliches Raumlicht die Melatoninproduktion und verkürzte deren Dauer gegenüber sehr schwachem Licht deutlich. Die Studie erschien im Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism.
Ein Klassiker: Die helle Deckenlampe bleibt an, bis man ins Bett geht.
Ebenso ungünstig kann kaltweißes Licht im Schlafzimmer sein. Gerade dort braucht es selten eine Beleuchtung, die den Raum taghell macht.
Auch nachts lohnt sich Zurückhaltung. Wer für den kurzen Weg ins Badezimmer sofort das hellste Licht einschaltet, ist oft schlagartig hellwach. Eine schwächere Orientierungsbeleuchtung kann angenehmer sein, solange sie sicher genug ist.
Dann gibt es noch die vielen kleinen Lichtquellen, die man kaum wahrnimmt: Ladegeräte, Displays, Standby-Leuchten oder Licht von draußen.
Nicht jeder braucht deshalb völlige Dunkelheit. Wer sich durch solche Lichtquellen gestört fühlt, sollte sie aber ruhig einmal ausschalten oder abdecken.
Im Grunde ist die Sache simpel: tagsüber viel Licht, abends weniger.
Dafür braucht es weder spezielle Schlaflampen noch eine komplizierte Lichtplanung. Oft genügt es schon, die große Deckenleuchte früher auszuschalten, wärmeres Licht zu verwenden und das Schlafzimmer nicht unnötig hell zu machen.
So entsteht ganz nebenbei ein Übergang zwischen Tag und Nacht.
Und genau das ist vermutlich die angenehmste Art, mit Licht umzugehen: nicht als Technik, die man ständig optimieren muss, sondern als Teil eines ruhigen Abends.
Wer nach passenden Leuchtmitteln für den Abend sucht, sollte vor allem auf Farbtemperatur, Helligkeit und Dimmbarkeit achten. Bei www.gluehbirne.de gibt es eine Übersicht mit Kundenbewertungen zu verschiedenen Haushaltslampen. Damit lassen sich unterschiedliche Modelle und Erfahrungen anderer Nutzer vergleichen.
Ein Smartphone ist eine zusätzliche Lichtquelle, die sehr nah an den Augen genutzt wird. Zusammen mit heller Raumbeleuchtung erhöht sich damit die Lichtmenge am späten Abend. Nachtmodus und geringere Displayhelligkeit können helfen. Wer merkt, dass das Einschlafen nach langer Handynutzung schwerer fällt, sollte das Gerät vor dem Schlafengehen früher weglegen.
Häufig bleibt bis kurz vor dem Schlafengehen sehr helles Deckenlicht eingeschaltet. Auch kaltweiße Lampen im Schlafzimmer oder mehrere helle Lichtquellen gleichzeitig sind nicht ideal. Angenehmer wirken meist kleinere, warmweiße Lampen und indirektes Licht.
Eine feste Zeit gilt nicht für jeden. Praktisch ist es, die Beleuchtung im Laufe der letzten ein bis zwei Stunden vor dem Schlafengehen langsam zu reduzieren. Häufig reichen dann einige kleinere, gedimmte und warmweiße Lichtquellen völlig aus.
Nein, nicht grundsätzlich. Entscheidend ist weniger die Technik als das Licht selbst. LEDs gibt es heute in sehr warmen Farbtemperaturen, viele Modelle lassen sich außerdem dimmen. Für den Abend lohnt es sich deshalb, auf Kelvin-Angabe und Helligkeit zu achten.
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